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Musik zur Emotionsregulation: Eine Playlist für deine Wut

Einer meiner Coaching-Klienten trug jede Menge Wut mit sich herum und hatte kein gutes Ventil dafür. Ich habe ihm keine Atemübung gegeben. Ich habe ihn gefragt, welche Songs sein wütendes Ich jetzt gerne hören würde. Daraus hat er eine Playlist für seinen wütenden Part gebaut, ganz simpel Musik zur Emotionsregulation. Das hat ihm mehr gebracht als ein ganzer Monat über die Wut zu reden.

Die Songs wirken auf einem Kanal, den Reden gar nicht erreicht. Wenn du aktiviert bist, hört dein Körper keine Argumente. Er hört Tempo, Lautstärke und Rhythmus. Musik spricht genau diese Sprache.

Den meisten von uns wurde beigebracht, Wut zu unterdrücken oder wegzuerklären. Beides hält sie im Kopf fest, im Körper auch. Der schnellere Weg, sie zu verarbeiten, führt über den Körper, und Musik ist einer der schnellsten Wege.


Warum Musik zur Emotionsregulation funktioniert

Dein Nervensystem synchronisiert sich mit Klang. Tempo, Rhythmus und Vertrautheit beeinflussen deinen Puls, deine Atmung, deine Muskelspannung und deine Stimmung, oft schon innerhalb eines einzigen Songs. Ein langsamer Track kann deinen Atem länger werden lassen. Ein lauter, schneller gibt unruhiger Energie einen Platz.

Genau deshalb fühlen sich dasselbe Workout zu einem Uptempo-Song komplett anders an als zu etwas Ruhigem. Gleicher Körper, gleiche Anstrengung, anderer Zustand im Nervensystem, anderes Erleben. Du bist deinem Gefühl nicht ausgeliefert. Du kannst den Input ändern, und dein Körper zieht mit.


Deine Wut ist ein Part, kein Problem

Es hilft, Wut nicht länger als Fehler zu behandeln, den man korrigieren muss. Sieh sie als einen Teil von dir, der etwas trägt, meistens beschützt diese Wut etwas Verletzlicheres darunter. Halte einen Deckel drauf, und sie quillt seitlich raus, vor der falschen Person am falschen Tag. Gib der Wut einen Weg, sich zu bewegen, und sie wird sich beruhigen.

Eine Playlist gibt dem wütenden Teil in dir einen Ausweg, der niemanden etwas kostet. Du lädst nichts bei einer Kollegin ab und schluckst es auch nicht runter, bis du krank wirst. Du lässt die Energie durch Sound und Körper einfach raus.


Wie du dir eine Playlist für deine Wut baust

Keep it simpel. 10 Songs.

  • Starte mit fünf Songs, die die Wut treffen. Laut, ehrlich, ohne Entschuldigung.

  • Bring die Wut in Bewegung, etwas, zu dem du stampfen, schreien, springen oder wild tanzt

  • Dann 2 Songs die dich langsam runter holen und zwei, drei weitere die dich beruhigen, die wie eine Umarmung sind

Hör die Playlist, wenn du wütend bist. Beweg dich, spring, lauf, was auch immer dir hilft. Lass den wütenden Teil seinen Moment haben, und dann beruhige ihn, so dass die anderen leiseren Teile rauskommen können.

Wut ist nicht dein Feind, und du musst sie nicht kleinreden. Manchmal ist das wirksamste Tool das unkonventionellste, weil unkonventionelle Menschen ein Coaching verdienen, das zu ihnen passt.

Wenn du diese eher unkonventionelle Coaching Session ausprobieren und herausfinden willst, was sich unter deiner Wut verbirgt, dann ist diese Session vielleicht genau das Richtige für dich

 
 
 

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